Allergien 



Unsere Tiere leiden immer häufiger an Allergien. Dabei handelt es sich um eine Störung des Immunsystems im Sinne einer "überschießenden" Reaktion der körpereigenen Abwehr auf Allergie auslösende Stoffe (sog. Allergene). Die klinischen Symptome können so schwerwiegend sein, dass sie zu einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Allergien sind weiterhin auf dem Vormarsch und auch im veterinärmedizinischen Bereich sind die Therapeuten täglich mit diesen komplexen Erkrankungen konfrontiert. Patientenbesitzer stehen oft hilflos im Kreuzfeuer unterschiedlicher schulmedizinischer Erklärungen, aufwändiger Diagnostik und oft nebenwirkungsbelasteter Therapieangebote. Die Naturheilkunde hingegen sucht nicht nach dem einen allergieauslösenden Stoff, sondern betrachtet das Geschehen ganzheitlich und bietet ein großes Spektrum an Lösungen und Rezepten, vor allem in der Entgiftung und Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte und das mit erstaunlichem Erfolg.

Für die Ursachen der Zunahme von allergischen Erkrankungen gibt es keine derzeit sicheren Erkenntnisse. Deswegen ist es bisher kaum möglich, einer Allergie beim Hund vorzubeugen. Umso wichtiger ist es, hier wirksame Behandlungsansätze zu kennen, um dauerhaft die quälenden Symptome des Patienten zu lindern. Genau hier setze auch ich an, um deinem Tier eine adäquate und vor allem individuelle Behandlung zu ermöglichen. Auf dieser Basis entwickle ich einen Behandlungsplan, detaillierte und individuelle Therapieansätze aus der Naturheilkunde und ihre Einsatzmöglichkeiten, da es unterschiedliche Formen von Allergien beim Tier gibt.

Die eingesetzten Medikamente aus der Schulmedizin wirken häufig nur symptomatisch und haben viele Nebenwirkungen, die dem Körper unter Umständen sehr schaden können, da sie meistens dauerhaft gegeben werden und die Symptome wie z.B. den Juckreiz lediglich unterdrücken.  Hier gilt es sich sachlich fundiert aufzuklären und dem allergiegeplagten Tier zu helfen. Die Ernährung ist hier ein unglaublich wichtiger Faktor im Bereich der Allergie. So können Grundlagen bzw. die Basis für ein gut funktionierendes Immunsystem geschaffen werden. 

Dabei gilt es zu beachten: 

  • Das Immunsystem (eine Allergie tritt immer in Verbindung mit dem Immunsystem auf)
  • Allergiearten und ihre typischen Symptome
  • Der Weg zur Diagnose
  • Die Rolle des Darms
  • Leaky-Gut-Syndrom
  • Allergie oder IBD?
  • Therapeutische Möglichkeiten aus der Alternativmedizin
  • Topische und sonstige Maßnahmen
  • Fütterung / Ernährung
  • Verhaltensauffälligkeiten


Je nach Ursache der Allergie, können die Symptome stark variieren. Ungefähr 15 % der Hunde leiden unter einer Allergie und ähnlich wie beim Menschen nimmt auch hier die Zahl der Betroffenen seit Jahren konstant zu. 




Futtermittelallergie bzw. Futtermittelunverträglichkeit

Die Futtermittelallergie ist die häufigste Allergieform beim Hund. Bestimmte Hunderassen (Franz. Bulldogge, Mops, Englische Bulldogge, Schäferhund, Labrador, Shar Pei, Boxer) neigen vermehrt dazu Futtermittelallergien zu entwickeln. Ursache sind Zutaten im Futter, wie bestimmte Fleischsorten (Proteinquellen) oder Kohlenhydratquellen (wie z.B. bestimmte Getreidearten).
Zu den wichtigsten Allergenen unter den Proteinen zählen Eier sowie Milchprodukte. Auch Konservierungsmittel und andere Stoffe, die zur Herstellung des Futtermittels benötigt werden, können zu Futtermittelunverträglichkeiten führen. Wichtig ist hierzu, dass bestimmte Fleischsorten eine Kreuzreaktion zeigen, wie beispielsweise Rind- und Lammfleisch. Die Eiweiße dieser zwei Tierarten sind sehr ähnlich aufgebaut, sodass der Körper diese nicht unterscheiden kann.

Kontakt- oder Umweltallergien (atopische Dermatitis)

Zu den Umweltallergien gehören Pollen-, Gras- oder Schimmelallergien. Meistens sind solche Allergien saisonal (im Frühjahr oder Sommer) zu beobachten. Bei einer Kontaktallergie muss zuvor ein direkter Kontakt mit dem Material stattgefunden haben. 
Dies betrifft meistens Halsbänder, Futternäpfe, Reinigungs- sowie Waschmittel. Auch bestimmte Tiere wie Katzenhaare, Meerschweinchenhaare oder sogar der Eichen-Prozessionsspinner können eine massive allergische Reaktion auslösen. Bei bestimmten Pflanzen oder Kräutern weisen Hunde unmittelbar nach dem Kontakt Symptome auf. Meistens ist die Ursache für die allergische Reaktion sehr schwer herauszufinden. 

Die Symptome bei einer Allergie bei Hunden sind vielseitig. Vor allem Juckreiz, sich kratzen und ablecken können Indikatoren dafür sein, dass ein Hund unter einer Allergie leidet. Typische Symptome sind:

  • Juckreiz
  • Lecken an den Pfoten und Flanke
  • Nässende Entzündungen der Haut
  • Haarausfall
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Schwellungen im Gesicht
  • Ohrenentzündungen
  • Erbrechen und Durchfall 
  • Verhaltensänderung


Hunde, die von einer Futtermittelallergie betroffen sind, zeigen meistens Magen-Darm-Symptome (Durchfall, Erbrechen, Blähungen), extremen Juckreiz, Ohrenentzündungen oder auch die Bildung von Hotspots. Hotspots sind kreisrunde, nässende und schmerzhafte Stellen im Fell, die sofort behandelt werden müssen.