Impfungen - welche und wie oft?


Es ist eine ständige Diskussion wenn es um das Thema Impfung geht.  Hat Impfen wirklich Vorteile oder ist es im Gegenteil gefährlich und wie immer öfter vermutet,  für eine Reihe von chronischen Krankheiten, Allergien und Autoimmunerkrankungen bei Mensch und Tier verantwortlich?

Fakt ist, dass bisher niemand fundiert beweisen konnte, dass Impfungen Erkrankungen auslösen - sieht man mal von allergischen Sofortreaktionen ab, die aufgrund des unmittelbaren zeitlichen Zusammenhanges beweisbar sind. Immer häufiger treten auch Fälle von Epilepsie nach einer Tollwutimpfung auf, die aber angeblich nicht nachweisbar oder im unmittelbaren Zusammenhang mit der Impfung auftraten. Da Leider die Impfnebenwirkungen nicht messbar oder zählbar sind, sieht sich der Gesetzgeber nicht in der Pflicht, zu vorsichtigerem Einsatz anzuhalten. Andererseits kann die Pharmaindustrie auch nicht belegen, dass Impfungen wirklich so ungefährlich sind, wie immer von deren Seite propagiert wird. Von Seiten der Pharma wird es immer wieder so dargestellt, dass alles der Gesundheit dient, und es gibt eine starke Lobby, die es immer wieder schafft, Angriffe abzuwehren und Kritiker als Hysteriker darzustellen. Das wurde uns ja in der C-Krise sehr explizit vorgegeben! 

Wie soll ich mich als verantwortungsvoller Tierhalter nun verhalten? Impfen oder lieber nicht impfen? 



Die aktuelle Leitlinien der StIKo Vet (Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin) empfiehlt für Hunde fünf Impfungen als Core, also als unverzichtbare Impfungen: Parvovirose, Staupe, Leptospirose, Tollwut und Hepatitis (Hcc). Die anderen in den üblicherweise verabreichten Sieben- oder Achtfachimpfungen ( unter anderem Parainfluenza, Zwingerhunsten, Borreliose) sind zu vernachlässigen bis überflüssig!

Zu den Core-Impfungen gibt die StIKo Vet konkrete Anleitungen zur zeitlichen Verabreichung sowohl für die Grundimmunisierung als auch für die Wiederholungsimpfungen:

"Grundimmunisierung

Als Grundimmunisierung der Welpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren. Im Alter von
8 Lebenswochen: Parvovirose, Staupe, Leptospirose, (HCC)
12 Lebenswochen: Parvovirose, Staupe, Leptospirose, (HCC), (Tollwut)

16 Lebenswochen: Parvovirose, Staupe, (HCC)
15 Lebensmonaten: Parvovirose, Staupe, Leptospirose, (HCC), (ggf. Tollwut)

Sowohl bei Lebend- wie auch bei den Inaktivatimpfstoffen schließt eine weitere Impfung ein Jahr nach der ersten Immunisierung die erfolgreiche Grundimmunisierung ab. Viele Hundehalter lassen nur noch eine Grundimmunisierung durchführen. Viel wichtiger ist doch, dass Tier so in seiner Gesundheit zu Unterstützen, dass es mit vielen Erregern sehr gut klar kommt! Bei einem Welpen, aber auch einem Hund aus dem Tierschutz, kann über Ernährung und gezielt Naturheilkundliche Mittel ein sehr gutes Immunsystem gefördert werden. 


Parvovirose, Staupe, HCC

Nach der Grundimmunisierung sind Wiederholungsimpfungen in dreijährigem Rhythmus nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausreichend." (Quelle: Leitlinie zur Impfung von Kleintieren der StIKo Vet vom 12.12.2016)

Wird ein erwachsener Hund geimpft, braucht er keine Auffrischung nach 4 Wochen. Eine einmalige Impfung reicht für eine Immunantwort, also als Grundimmunisierung aus.

Gegen die Tollwut gibt es Impfstoffe mit Zulassung für 3 Jahre. Öfter muss man also auch dagegen nicht impfen.

Wichtig für alle Tierhalter: 

Es gibt für keine Impfung eine gesetzliche Verpflichtung!

Vor allem bei Leptospirose: Diese wird durch Bakterien verursacht. Impfungen gegen bakterielle Erkrankungen haben grundsätzlich eine sehr viel kürzere Wirkungsdauer als gegen Virenerkrankungen. Deshalb wird die Impfung als  jährliche Auffrischungs -impfungen empfohlen. Der Schutz bleibt dann immer noch unzureichend, da die Impfstoffe maximal 4 Serogruppen abdecken, es aber weitere gibt. Dazu kommt, dass die Leptospirose-Impfung zu den schlecht verträglichen gehört, also häufig Nebenwirkungen bzw. Impfreaktionen beobachtet werden.

Pro Jahr sind deutschlandweit gemeldete Leptospirosefälle sehr gering. Im Durchschnitt sind es tatsächlich nur 15 Fälle! Leptospirose wird übertragen, wenn Hunde aus kontaminierten Pfützen trinken oder befallene Mäuse und andere Kleinnager fressen. Verhindern Sie beides und sparen Sie sich die Impfung.

Der Vollständigkeit halber erwähne ich hier noch die überarbeiteten Richtlinien des „Weltverbandes der Kleintierärzte“ (WSAVA) für Hundeimpfungen. Wichtigste Aussage: Für rund 98 Prozent der gegen Staupe-Hepatitis-Parvovirose (SHP) grundimmunisierten Hunde sollte ein jahrelanger, wenn nicht lebenslanger Schutz bestehen. Regelmäßig durchgeführte „Auffrischimpfungen“ erhöhen den Impfschutz nicht.

Gemäß WSAVA sollten Hunde so wenig Impfungen wie möglich erhalten, um die Gesundheit nicht unnötig zu belasten. Der Weltverband empfiehlt, Hunde nicht öfter als alle drei Jahre zu impfen – was nicht heißt, dass sie alle drei Jahre geimpft werden müssen. Bei einem immunen Hund bringen weitere Impfungen keinen zusätzlichen Schutz. Der WSAVA empfiehlt vielmehr, im Zweifel per Blutanalyse den Titer (die Antikörper) bestimmen zu lassen, bevor weitere Impfungen erfolgen. Diese Titerbestimmung kann man bei jedem Tierarzt machen lassen.

Da es sich auch bei Tollwut um eine Viruserkrankung handelt, darf man hier von der gleichen Wirkungsdauer über 3 Jahre ausgehen.


Schade ist, dass neben vielen praktizierenden Tierärzten auch viele Hundezucht- und Sportvereine noch den überholten Impfplänen mit jährlichen Auffrischungen anhängen und die neuen, offiziellen Empfehlungen ignorieren. Mit dieser Sturheit fern jeglicher moderner Erkenntnis verstärken sie bei aufmerksamen und kritischen Tierhaltern die Skepsis, woraus so mancher neue Impfgegner resultiert.