Wurmkuren 


Das Märchen der vorbeugenden Entwurmung 

 

Früher (häufig auch heute noch) war es üblich, Hunde und Katzen alle 3 Monate ohne nachzuweisenden Befall zu entwurmen. Man ging davon aus, dass dies ausreichen würde, da die Würmer eine bestimmte Zeit benötigen, um Eier zu produzieren und auszuscheiden. Diese Methode wurde als "blinde Entwurmung" bezeichnet.

 

Heutzutage wissen wir, dass eine vorbeugende oder prophylaktische Entwurmung nicht möglich ist. Eine Entwurmung behandelt nur den aktuellen Wurmbefall im Darm des Tieres und kann nicht vor einer erneuten Infektion schützen. Die handelsüblichen Präparate wirken gegen verschiedene Arten von Würmern, einschließlich Haken-, Spul- und Bandwürmern.

 

Es hat sich jedoch gezeigt, dass Parasiten im Laufe der Zeit Resistenzen gegen bestimmte Wirkstoffe entwickelt haben. Ähnliches ist bei antibiotikaresistenten Bakterien und Zecken- und Flohmitteln bekannt. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige "blinde Entwurmung" nicht mehr empfehlenswert.

 

Stattdessen wird eine Kotuntersuchung auf Wurmeier empfohlen. Es ist wichtig, dass der Kot über einen Zeitraum von drei Tagen gesammelt wird, da nicht alle Parasiten täglich Eier ausscheiden. Eine Walnussgroße Menge pro Tag reicht für die Untersuchung aus. Warum sollte man sein Haustier behandeln, wenn es nicht krank oder befallen ist? Die Wurmkuren bestehen aus Nervengiften, die sehr schädlich für die Organe unsere Tiere sind.

 

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine Kotuntersuchung auf Endoparasiten teurer ist als eine "blinde Entwurmung". Selbst bei einem negativen Befund fallen Gebühren für die Untersuchung an. Zudem benötigt die Kotuntersuchung mehr Zeit, da die Flotationslösung hergestellt werden muss und die Auswertung und Besprechung des Befundes Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch ist es sinnvoller, nur das zu behandeln, was tatsächlich vorhanden ist.

 

Die Aussage, dass ein Tier keine Würmer hat, weil man sie nicht im Kot gesehen hat, ist irreführend. Würmer werden meist erst bei einem massiven Befall ausgeschieden und die infektiösen Eier oder Larven sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Eine Diagnose mit dem Mikroskop ist daher die sicherste Methode.

 

Es gibt offizielle Empfehlungen von veterinärparasitologischen Fachgesellschaften bezüglich des Entwurmungsintervalls. Die Entscheidung, wie oft ein Tier entwurmt oder der Kot untersucht werden soll, sollte jedoch individuell getroffen werden. Bei den Pferden wird es ja häufig schon durch den Stallbetreiber vorgegeben. 

 

Der Begriff "Wurmkur" wird heute als veraltet angesehen, da die heutigen Präparate in der Regel schnell wirken und keine mehrere Tage lange Anwendung erfordern. Einige spezielle Parasiten erfordern jedoch immer noch eine intensive Behandlung. 

Man kann mit der Naturheilkunde und verschiednen Kräutern kann über die Fütterung der Darm so wurmwidrig gestaltet werden, dass Würmer sich gar nicht erst ansiedeln und unwohl fühlen. 
 
Folgende Nahrungsmittel haben eine anti-parasitäre Wirkung: Kürbiskerne, Kokosflocken und -öl, geriebene Möhren und Knoblauch. Diese Zutaten können Sie abwechselnd 3-4 mal wöchentlich dem Futter hinzufügen, um einen Parasitenbefall zu verhindern.

Noch zu bedenken ist, dass eine rohe, natürliche Ernährung  hilft den Darm sauber zu halten und somit Parasitenbefall verhindert.

 

Du benötigst Unterstützung bei der Suche nach einem geeignetem Labor für die Kotuntersuchung? Ich helfe dir gerne! 

Ich arbeite mit dem Labor für Tierheilpraktiker Vetscreen und Enterosan vet. zusammen!